Digitalisierung

 

Junge Start-ups im Bereich Kapitalanlage fordern die etablierten Anbieter heraus. Meistens geht es um den Endkunden, sodass in erster Linie die Retail- und Direktbanken mit sehr gezielten und als günstig beworbenen Lösungen angegriffen werden. Argumentiert wird häufig, dass die kommenden Generationen einen anderen Umgang mit dem Computer bzw. Mobilgerät pflegen. Die direkte Kundenansprache macht Intermediäre überflüssig, was deren Geschäftsmodelle scheinbar überflüssig macht.

Die zu erwartenden Potentiale haben viel Eigenkapital aus der Venture-Capital-Branche mobilisiert. Viele der eingenommenen Mittel werden investiert in Online-Werbung, um die noch jungen und unbekannten Brands schnellstmöglich zu positionieren.

Dies alles hat möglicherweise gravierende Auswirkungen auf die etablierten Wettbewerber. Ich habe in verschiedenen Projekten beide Seiten kennen gelernt.

Auswirkung auf die Industrie

Was beispielsweise gerne übersehen wird:

  • Auch die neuen digitalen Player mit ihrem eigenen Point of Sale brauchen ein regulatorisch einwandfreies Backend – was nicht selten von den Etablierten der Branche zur Verfügung gestellt wird.
  • Wenn die neuen digitalen Angebote Produkte und Plattform von Dritt-Anbietern verwenden müssen, entfällt der Kostenvorteil selbst bei Nutzung passiver Produkte.
  • Die jungen Brands der Robo-Advisors sind noch völlig unbekannt. Es wird versucht, dies mit massiver Online-Werbung zu kompensieren, was die (Image-)Werbung für etablierte Anbieter massiv verteuert.
  • Auch existierende Anbieter von Investment-Fonds können zu Online-Anbietern der eigenen Produkte werden. Ausgaben für die Online-Werbung sorgen dann für ein kräftiges Image-Plus in den vorhandenen Vertriebskanälen.
Angebot

Die Auswirkungen sind ja nach Einbindung des Asset Managers in die Vertriebskette völlig unterschiedlich. Ich berate gerne und unterstütze mit entsprechenden Analysen, Erfahrungen aus 13 Jahren Consulting und eigenen Projekten.